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Textdiebe

Sich mit fremden Federn schmücken ist mindestens schon genau so alt wie das Glücksspiel, oder vielleicht schon so alt wie die Menschheit selbst.
Besonders im Zeitalter des Internets wird der Contentklau zu einem immer größer werdenen Problem unserer Gesellschaft. So ist es schon für Schüler in der Unterstufe normal, wenn sie ihre Hausaufgaben aus dem Internet adaptieren um sich so ihre Note aufzubessern.

Aber was bedeutet Contentklau eigentlich genau?

Unter Contentklau versteht man allgemein, dass man fremdes Gedankengut als sein eigenes verkauft, um davon zu profitieren.
Dieses geschieht vornehmlich im Internet, da die meisten Menschen davon ausgehen, dass dies ein rechtsfreier Raum wäre und die Texte, die dort publiziert werden, der Allgemeinheit dienen und frei gebräuchlichen wären, allerdings ist dem nicht so, weswegen immer mehr sogenannte Plagiate in den Umlauf kommen.
Seitdem sich Google immer größerer Popularität erfreut, wird es zunehmend einfacher sich weniger eigene Gedanken zu machen und sein zu recherchierendes Thema einfach im Internet zu suchen und zu übernehmen.
Auch Texte, die Wikipedia zur verfügung stellt werden wie Sand am Meer übernommen, obwohl diese der GNU-Lizenz unterliegen.
Des weiteren wird der Contentklau auch anhaltend mit Meta Suchmaschinen, auch Auto-Blogs gennant, durchgeführt. Diese analysieren komplette Internetpräsentationen und Blogs und fügen den Inhalt sofort der eigenen Website hinzu, da dieses aber oft mit Zitaten geschieht, stellt es noch kein größeres Problem dar, wenn aber komplette Internetseiten einfach adaptiert werden, macht sich der Inhaber der Website strafbar.
Mittlerweile gibt es speziell eingerichtete Contentnetzwerke, bei denen angestellte Arbeiter das Internet nach Informationen durchforsten und die Texte minimal abändern, um somit den Contentklau rechtens zu machen.

Das wohl bekannteste Beispiel für den Datenklau ist der Deutsche Verteidigungsminister Theodor zu Guttenberg.
Dieses Beispiel zeigt, dass jeder Mensch der Versuchung unterliegt sich Arbeit zu sparen und Texte zu kopieren.
Zu Guttenberg, welcher immer ein wortgewandter und hochangesehener Politiker war, machte zu keiner Zeit irgendwelche Andeutungen darauf, dass er seinen Doktortitel erschlichen haben könnte. Zuerst waren es nur Vorwürfe, dass Karl-Theodor zu Guttenberg Auszüge seiner Doktorarbeit kopiert haben könnte, genauer ging es darum, dass er ganze Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben sollte. Nachdem der Druck auf Karl-Theodor zu Guttenberg immer größer wurde, äußerte er sich zu den Vorwürfen, mit den Worten, dass diese abstrus wären und die Doktorarbeit seine eigene Leistung gewesen sein sollte.
Allerdings nahm Guttenberg am 18.02.2011 den Doktortitel von seiner Homepage und räumte damit indirekt seine Schuld ein und war bereit die Konsequenzen zu tragen.

Dennoch hat, wie alles Leben, auch der Contentklau zwei Seiten, auf einer Seite stehen die Personen, die den Content klauen und auf der anderen Seiten gibt es eben Leute, die versuchen diesen zu bekämpfen.
Somit gibt es auch Internetseiten und Suchmaschinen wie google, die dieses anwachsendes Problem versuchen zu mindern.
Das größte Problem der Contentklau-Netzwerke ist wohl, dass diese sich nicht in dem deutschen Rechtsraum bewegen und somit schwer zu zerschlagen sind, dennoch tauchen immer mehr nützliche Werkzeuge im Internet auf, mit denen man überprüfen kann, ob sein eigenes Gedankengut geklaut worden ist. So gibt es zum Beispiel ein Projekt mit dem Namen “Bot-Trap“, welches sich damit befasst, dass die eigene Website nicht geklaut wird.
Funktionieren tut dieses mit einem eigens entwickeltem PHP-Skripts, das frei erhältich ist und die Homepage vor angriffen fremder eindringlinge schützt.
Wenn man das Gefühl hat, dass sein eigenes Gedankengut geklaut sein worden könnte, ist auch google sehr hilfreich, mit ein paar Schlagwörtern findet man viele Seiten, die einem nützliche Tipps und Tricks verraten um seine eigenen Gedanken zu schützen.

Als WordPress Blogger habe ich in meinem Blog WP – ©Feed (Plugin) http://bueltge.de/wp-feed-plugin/204/ installiert. Man gibt einen Digitalen Schlüssel ein, dieser Tool fügt diesen Schlüssel automatisch in die Feeds ein. So kann man Google Blog Search, IceRocket Blog Search, Bloglines , Blogpulse, Surphace andere Copyscape Rojo seien auch erwähnt.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass der Contentklau zwar immer größer wird, aber auch die gegenseite, die dies bekämpft kontinuierlich wächst. Somit ist der Kampf gegen Contentklau nicht, wie es auf den ersten Blick zu wirken mag, ein Kampf gegen Windmühlen, sondern er ist weit fortgeschritten und stärker als man denkt, was der Präzedensfall Karl-Theodor zu Guttenberg eindrucksvoll beweist.
Mit ein bisschen Hilfe von verschiedenen Organisation und Einzelpersonen ist der Kampf für eigenes Gedankengut auf dem besten Wege, um faulen Textdieben das Handwerk zu legen.

Author: JK. hoopo.de

Bild: Feng Yu – Fotolia.com

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